Handspinnen · Schafwolle · Alpaka

Das Handwerk
des Spinnens
neu entdecken

Vom rohen Vlies zum fertigen Garn. Kurse für alle, die das traditionelle Spinnen mit dem Handspinnrad von Grund auf verstehen möchten.

Göttingen, Deutschland
Frisch geschorene Alpaka-Rohwolle in natürlichen Farbtönen

Alpaka-Rohwolle

Detailaufnahme eines traditionellen Handspinnrads mit aufgewickeltem Garn

Am Spinnrad

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Das Angebot

Kurse im Überblick

Jeder Kurs ist einem zentralen Schritt im Spinnprozess gewidmet. Schritt für Schritt entsteht aus roher Faser ein hochwertiges, selbst gesponnenes Garn.

Rohwolle wird in warmem Wasser gewaschen und gereinigt

Rohwolle waschen

Kurs 1

Waschen von Rohwolle

Frisch geschorene Wolle enthält Lanolin, Pflanzenmaterial und Staub. In diesem Kurs lernen Teilnehmer, wie Rohwolle schonend gewaschen wird, ohne die Fasern zu verfilzen. Wassertemperatur, Einweichzeiten und geeignete Waschmittel spielen dabei eine entscheidende Rolle.

  • Lanolin-Entfernung ohne Faserverlust
  • Pflanzenmaterial aussortieren
  • Schonende Trocknungsmethoden
  • Unterschiede: Schafwolle vs. Alpaka
Fasern werden mit Handkarden zu gleichmäßigen Flocken aufbereitet

Fasern kardieren

Kurs 2

Kardieren der Fasern

Kardieren richtet Fasern aus und entfernt verbleibende Verunreinigungen. Mit Handkarden oder einer Trommelkarde entstehen gleichmäßige Rollags oder Batts, die sich ideal zum Spinnen eignen. Dieser Kurs behandelt beide Techniken und erklärt, wann welche Methode sinnvoll ist.

  • Handkarden richtig einsetzen
  • Trommelkarde für größere Mengen
  • Rollags und Batts herstellen
  • Fasermischungen erstellen
Spinnerin reguliert den Drall am traditionellen Handspinnrad

Drall regulieren

Kurs 3

Drall-Regulierung beim Spinnen

Der Drall bestimmt, wie fest oder locker ein Garn wird. Zu viel Drall macht das Garn brüchig, zu wenig lässt es auseinanderfallen. Dieser Kurs vermittelt, wie Spinngeschwindigkeit, Faservorschub und Spinnradeinstellung zusammenwirken. Praxis steht im Mittelpunkt.

  • S- und Z-Drall verstehen
  • Übersetzungsverhältnis einstellen
  • Gleichmäßige Garnstärke halten
  • Fehler erkennen und korrigieren
Zwei fertig gesponnene Garne werden zum Zwirn zusammengedreht

Garne verzwirnen

Kurs 4

Verzwirnen von Garnen

Aus zwei oder mehr Einzelgarnen entsteht durch Verzwirnen ein stabiles, ausgewogenes Garn. Dieser abschließende Kurs zeigt, wie der Gegendrall berechnet wird, wie das fertige Garn gewaschen und auf Knäuel gewickelt wird. Das Ergebnis ist strickfertig.

  • Gegendrall korrekt berechnen
  • 2-fach und 3-fach Zwirne
  • Abschlusswäsche und Fullen
  • Knäuel wickeln für Strickprojekte

Der Ansatz

Lernen durch Tun

Teilnehmerin lernt das Spinnen am Handspinnrad unter Anleitung

Direktes Lernen am Gerät

Praxisorientiert von Anfang an

Theorie ist nützlich. Aber das Spinnrad dreht sich erst wirklich, wenn man selbst die Hände anlegt. Alle Kurse beginnen direkt am Gerät. Erklärungen folgen dem Tun, nicht umgekehrt.

Kleine Gruppen

In kleinen Lerngruppen bleibt Zeit für individuelle Fragen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer arbeitet am eigenen Spinnrad. Fehler können sofort besprochen und korrigiert werden.

Vom Rohstoff zum Garn

Wer versteht, woher Wolle kommt und was mit ihr passiert, spinnt bewusster. Deshalb beginnt jeder Kurs mit dem Rohstoff selbst, bevor das Spinnrad in Betrieb genommen wird.

Begleitmaterial inklusive

Alle Teilnehmer erhalten schriftliche Kursunterlagen zum Nachschlagen. Fachbegriffe, Einstellungstabellen für verschiedene Spinnräder und Übungsanleitungen sind darin enthalten.

Die Rohstoffe

Schafwolle & Alpaka

Beide Fasern haben eigene Eigenschaften und erfordern unterschiedliche Herangehensweisen. Die Kurse behandeln beide Materialien und zeigen, wo sie sich ähneln und wo nicht.

Frisch geschorenes Schafvlies in natürlichem Weiß und Braun

Schafvlies

Schafwolle

Schafwolle ist die klassische Spinnfaser. Sie enthält natürliches Lanolin, das die Faser schützt und das Spinnen erleichtert. Je nach Rasse variieren Feinheit und Kräuselung erheblich. Im Kurs werden Merinowolle, Corriedale und grobe Landrassewolle verglichen.

Lanolin-reich Gut kräuselbar Vielseitig Klassisch
Weiche Alpaka-Fasern in verschiedenen Naturfarben von Weiß bis Dunkelbraun

Alpaka-Faser

Alpaka-Fasern

Alpaka-Fasern sind besonders fein und angenehm auf der Haut. Sie enthalten kein Lanolin, was das Waschen vereinfacht, aber auch das Spinnen beeinflusst. Die Faser ist glatt und schwerer zu greifen. Dieser Unterschied ist ein zentrales Thema im Alpaka-Modul.

Lanolin-frei Sehr weich Hypoallergen Seidenartig

Wissen & Praxis

Aus dem Spinnblog

Hintergründe, Tipps und Einblicke rund um das Handspinnen. Regelmäßig neue Beiträge für alle, die tiefer einsteigen möchten.

Nahaufnahme von Rohwolle mit sichtbarem Lanolin-Gehalt
Grundlagen

Warum Lanolin so wichtig ist

Lanolin ist das natürliche Wollfett im Schafvlies. Es schützt die Faser, erleichtert das Spinnen und hat sogar Auswirkungen auf die Waschtemperatur. Wer es versteht, macht beim Waschen keine Fehler mehr.

Zwei Garnproben zeigen den Unterschied zwischen S-Drall und Z-Drall
Technik

S-Drall oder Z-Drall?

Die Drallrichtung eines Garns beeinflusst sein Verhalten beim Stricken. Wer beides kennt und bewusst einsetzt, kann Garne herstellen, die sich beim Verzwirnen perfekt ergänzen.

Selbst gesponnenes Garn zu einem Knäuel gewickelt bereit zum Stricken
Inspiration

Das erste Knäuel

Das erste selbst gesponnene Knäuel ist selten perfekt. Und das ist gut so. Ungleichmäßigkeiten erzählen die Geschichte des Lernens. Wie man damit umgeht und was daraus werden kann.

Anfragen & Fragen

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Fragen zu Kursterminen, Inhalten oder Voraussetzungen können direkt über das Formular gestellt werden. Alle Anfragen werden so schnell wie möglich beantwortet.

Adresse

Benzstraße 1
37083 Göttingen

Telefon

+49 551 3813575