Warum Lanolin so wichtig ist
Lanolin ist das natürliche Wollfett im Schafvlies. Es schützt die Faser, erleichtert das Spinnen und hat sogar Auswirkungen auf die Waschtemperatur. Wer es versteht, macht beim Waschen keine Fehler mehr.
Handspinnen · Schafwolle · Alpaka
Vom rohen Vlies zum fertigen Garn. Kurse für alle, die das traditionelle Spinnen mit dem Handspinnrad von Grund auf verstehen möchten.
Alpaka-Rohwolle
Am Spinnrad
Das Angebot
Jeder Kurs ist einem zentralen Schritt im Spinnprozess gewidmet. Schritt für Schritt entsteht aus roher Faser ein hochwertiges, selbst gesponnenes Garn.
Rohwolle waschen
Frisch geschorene Wolle enthält Lanolin, Pflanzenmaterial und Staub. In diesem Kurs lernen Teilnehmer, wie Rohwolle schonend gewaschen wird, ohne die Fasern zu verfilzen. Wassertemperatur, Einweichzeiten und geeignete Waschmittel spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Fasern kardieren
Kardieren richtet Fasern aus und entfernt verbleibende Verunreinigungen. Mit Handkarden oder einer Trommelkarde entstehen gleichmäßige Rollags oder Batts, die sich ideal zum Spinnen eignen. Dieser Kurs behandelt beide Techniken und erklärt, wann welche Methode sinnvoll ist.
Drall regulieren
Der Drall bestimmt, wie fest oder locker ein Garn wird. Zu viel Drall macht das Garn brüchig, zu wenig lässt es auseinanderfallen. Dieser Kurs vermittelt, wie Spinngeschwindigkeit, Faservorschub und Spinnradeinstellung zusammenwirken. Praxis steht im Mittelpunkt.
Garne verzwirnen
Aus zwei oder mehr Einzelgarnen entsteht durch Verzwirnen ein stabiles, ausgewogenes Garn. Dieser abschließende Kurs zeigt, wie der Gegendrall berechnet wird, wie das fertige Garn gewaschen und auf Knäuel gewickelt wird. Das Ergebnis ist strickfertig.
Der Ansatz
Direktes Lernen am Gerät
Theorie ist nützlich. Aber das Spinnrad dreht sich erst wirklich, wenn man selbst die Hände anlegt. Alle Kurse beginnen direkt am Gerät. Erklärungen folgen dem Tun, nicht umgekehrt.
In kleinen Lerngruppen bleibt Zeit für individuelle Fragen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer arbeitet am eigenen Spinnrad. Fehler können sofort besprochen und korrigiert werden.
Wer versteht, woher Wolle kommt und was mit ihr passiert, spinnt bewusster. Deshalb beginnt jeder Kurs mit dem Rohstoff selbst, bevor das Spinnrad in Betrieb genommen wird.
Alle Teilnehmer erhalten schriftliche Kursunterlagen zum Nachschlagen. Fachbegriffe, Einstellungstabellen für verschiedene Spinnräder und Übungsanleitungen sind darin enthalten.
Die Rohstoffe
Beide Fasern haben eigene Eigenschaften und erfordern unterschiedliche Herangehensweisen. Die Kurse behandeln beide Materialien und zeigen, wo sie sich ähneln und wo nicht.
Schafvlies
Schafwolle ist die klassische Spinnfaser. Sie enthält natürliches Lanolin, das die Faser schützt und das Spinnen erleichtert. Je nach Rasse variieren Feinheit und Kräuselung erheblich. Im Kurs werden Merinowolle, Corriedale und grobe Landrassewolle verglichen.
Alpaka-Faser
Alpaka-Fasern sind besonders fein und angenehm auf der Haut. Sie enthalten kein Lanolin, was das Waschen vereinfacht, aber auch das Spinnen beeinflusst. Die Faser ist glatt und schwerer zu greifen. Dieser Unterschied ist ein zentrales Thema im Alpaka-Modul.
Wissen & Praxis
Hintergründe, Tipps und Einblicke rund um das Handspinnen. Regelmäßig neue Beiträge für alle, die tiefer einsteigen möchten.
Lanolin ist das natürliche Wollfett im Schafvlies. Es schützt die Faser, erleichtert das Spinnen und hat sogar Auswirkungen auf die Waschtemperatur. Wer es versteht, macht beim Waschen keine Fehler mehr.
Die Drallrichtung eines Garns beeinflusst sein Verhalten beim Stricken. Wer beides kennt und bewusst einsetzt, kann Garne herstellen, die sich beim Verzwirnen perfekt ergänzen.
Das erste selbst gesponnene Knäuel ist selten perfekt. Und das ist gut so. Ungleichmäßigkeiten erzählen die Geschichte des Lernens. Wie man damit umgeht und was daraus werden kann.
Anfragen & Fragen
Fragen zu Kursterminen, Inhalten oder Voraussetzungen können direkt über das Formular gestellt werden. Alle Anfragen werden so schnell wie möglich beantwortet.